Deutsches Fotomuseum

Aktuelle Austellung
Hermann Walter
Leipzig im !9. Jahrhundert

Augustrusplatz mit Universitätskirche, Leipzig, 1888
12. Januar 2019 bis 31. März 2019


Deutsches Fotomuseum
Raschwitzer Straße 11-13
04416 Markkleeberg
Telefon: 0341- 6515711

Anfahrtsplan

Geöffnet:
Dienstags bis Sonntag
von 13 - 18 Uhr

Willkommen im Deutschen Fotomuseum in Markkleeberg!

Das Museum hat täglich außer Montag von 13 - 18 Uhr geöffnet.
                      
Das Mitbringen von Hunden ist erlaubt, Hunde haben freien Eintritt.

aktuelle Sonderausstellung:
HERMANN WALTER - Leipzig im 19. Jahrhundert


Augustusplatz mit Bildermuseum Universität und Universitätskirche, Leipzig, 1888

     
Die Eisbahn im Johannapark, Leipzig, 1890                           Das Alte Theater im Winter, Leipzig, 1895

    
Matthäikirchhof, Abbruch am Töpferplatz, Leipzig, 1890       Das Sophienbad, Leipzig, 1870

Kein anderer Fotograf hat sich um die Erfassung des Leipziger Stadtbildes so verdient gemacht wie Hermann Walter
(1838 – 1909).  Die hohe Qualität seiner Fotografien bewogen den Bürgermeister Carl Bruno Tröndlin und den
Baudirektor Hugo Licht, ihn mit der Dokumentation aller zum Abbruch bestimmten und aller neu errichteten Gebäude
zu beauftragen. Aus diesem wie aus eigenem Antrieb fotografierte Hermann Walter von 1870 bis 1909 die Stadt in
der Zeit ihres Umbruchs und beginnenden Aufstiegs zu einer der besuchtesten Städte des Deutschen Reichs.

Er dokumentierte mit seiner Plattenkamera den Wandel Leipzigs von der Renaissance- und Barockstadt zur Stadt der Gründerzeitarchitektur bis zum Jugendstil. Die teilweise sehr frühen Bilder sind letzte Zeugnisse eines Stadtbildes im ausgehenden Biedermeier vor Leipzigs großem Aufbruch in die Moderne. Erstaunt konstatiert der heutige Betrachter,
dass sich durch gewollten Umbau oder durch Kriegsschäden ganze Straßenzüge und Plätze so radikal verändert
haben, dass sie ohne profunde Beschriftung der Motive nicht mehr zu identifizieren sind.

Die Ausstellung zeigt Bilder aus der Sammlung Langner und großformatige, bisher kaum gesehene Fotografien aus
der Sammlung Klingenschmid, die dem Museum freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurden.

aktuelle Kabinettausstellung:
MAHMOUD DABDOUB - Heimat DDR


Straßenszene aus Leipzig im Jahre 1988

   
Grimmaische Straße in Leipzig und   Unter den Linden in Ostberlin, 1984

Bis zum 31. März zeigt das Deutsche Fotomuseum die Kabinettausstellung „Heimat DDR“
des 1958 im libanesischen Baalbek geborenen Fotografen Mahmoud Dabdoub, der ab 1981 an der
Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig Fotografie studierte und in der DDR eine neue Heimat fand.
 
Aufmerksam und unvoreingenommen beobachtete Dabdoub Leben und Alltag seiner neuen Umgebung
und gestaltete Bilder des inzwischen untergegangenen Landes, die wir heute voller Staunen betrachten.
Der Blick von außen und die Neugier auf das Unbekannte sind prägende Merkmale, die den Fotografien
Eindringlichkeit verleihen und dem Betrachter eine bemerkenswerte Beschauung der Lebenswirklichkeit
im real existierenden Sozialismus der 1980er Jahre ermöglichen.
 
Dabdoubs scharfsichtige Alltagsbeobachtungen offenbaren die seltsame Verquickung zwischen dem surrealen
Duktus, der in der DDR so oft unfreiwillig hervortrat und einer provinziellen und heimeligen Artung,
die aufgrund der Selbstisolierung des kleinen Landes immer deutlicher zum Ausdruck kam.
Heute lesen wir die Fotografien als Dokumente einer Endzeitstimmung, voller Melancholie und Tristesse,
aber Dank des originellen Blickwinkels des Fotografen auch voller Heiterkeit und Ironie.
 

Museumspädagogische Arbeit mit Kindern im Deutschen Fotomuseum:
MuseobilBOX Kinder erleben Schwarz-Weiß Fotografie mit historischen Kameras


In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Fotomuseum Markkleeberg und verschiedenen Kindereinrichtungen
wurde unter der Förderung des Bundesverbandes für Museumspädagogik e V. ein Programm entworfen,
welches für die Kinder und Jugendlichen ein Stück Fotografiegeschichte wieder aufleben lässt.
Die Schüler erhalten Einblicke in die Entstehung und Entwicklung der Fotografie von Beginn an.
Ebenso erlernen sie die Funktionsweise der analogen Bildentstehung in der Praxis.                                                             
Mit bis zu 80 Jahre alten Kameras dürfen die Kinder selbst fotografieren.
Das Thema der Fotostrecke wird im Vorfeld geplant und in der Gruppe besprochen, auch werden Hinweise
zu künstlerischen Aspekten (Bildsprache, Bildaufbau, Kontrast und dergleichen) gegeben.  

     
Die Schülerinner der 6. Klasse der 35. Oberschule Jennifer Vu und Lea Koepke, beide 11 Jahre, fotogafieren im Deutschen
Fotomuseum. Das Bild rechts fotografierte Samuel Lopez, 7 Jahre, Schüler der 2. Klasse der Grundschule Markkleeberg West.

Ziel des Programms ist es, den Schülern eine Ihnen noch größtenteils fremde Welt im Fotomuseum
anschaulich und begreifbar zu machen. Durch eigene kreative Arbeit und das Sammeln von neuem Wissen
soll soll der Erfahrungsschatz der Kinder bereichert und dadurch ihr Selbstbewusstsein gestärkt werden.

Eintrittspreise, Führungen, Anfahrt:

Eintrittspreise: Erwachsene 6.- €, Kinder, Schüler, Studenten 4.- €
Führungen ab 10 Personen bis maximal 40 Personen nach telefonischer Vereinbarung,
Preis der Führung 40.- €, Führungsdauer zirka 1 Stunde

Das Museum ist barrierefrei und komplett behindertengerecht ausgebaut!

Das Deutsche Fotomuseum ist auch über den Leipziger City-Tunnel zu erreichen!

Anfahrt mit den S-Bahnen S 3 / S 5 / S 5X / S 6 bis Haltestelle Markkleeberg Nord (400 Meter)
Anfahrt mit den Bussen 65 / 70 / 108 bis Haltestelle Parkstraße (500 Meter)
Anfahrt mit dem Auto über B 2 / A 72 Ausfahrt Goethesteig (600 Meter)

Am Parkeingang befindet sich ein großer kostenfreier Parkplatz.
Touristenbusse und Behinderte können bis vor das Museum fahren.